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Naturheilärzte an den Quellen
Dres. med. Esther und Gerhard Fischer
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Ozontherapie (Ozon-Sauerstoff-Therapie)

Ozon als Therapie

Ozon-Therapie

Das dreiatomige Sauerstoffmolekül Ozon (O3) gewinnt nicht nur im Umweltbereich (Ozonschicht in der Atmosphäre als Schutz vor gesundheitsschädlicher ultravioletter Strahlung, Ozon beim Sommersmog als potentielles Atemgift), sondern auch in der Medizin als Therapie zunehmend an Bedeutung. Obwohl die Anfänge der Ozontherapie bis in die Zeit des 1. Weltkrieges zurückreichen, als ein Ozon-Sauerstoff-Gemisch zur Verbesserung der Wundheilungsvorgänge eingesetzt wurde, geriet sie auf Grund mangelnder Technologie bald wieder in Vergessenheit. Nachdem die technischen Voraussetzungen durch ozonfeste Materialien Anfang der 50er Jahre deutlich verbessert waren, gelang dem deutschen Physiker Hänsler die Konstruktion eines Ozonerzeugers, der auch und vor allem die genaue Dosierung des Ozon-Sauerstoff-Gemisches ermöglichte. Die Erzeugung des Ozons erfolgt dabei mittels einer stillen elektrischen Entladung. Damit wurde die Ozontherapie wieder aktiviert und vor allem in den letzten 20 Jahren des vergangenen Jahrhunderts Schritt für Schritt vorangeführt, so dass sie heute als ein klinisch und biochemisch fundiertes Behandlungsverfahren gilt.

Generell wird Ozon für medizinische Anwendungen aus reinem Sauerstoff hergestellt und stets in Form eines Ozon-Sauerstoff-Gemisches appliziert.

Medizinisches Ozon - Herstellung und Eigenschaften

Ozon-Therapie

Für medizinische Ozon-Sauerstoff- Gemische dient Sauerstoff nicht nur als Ausgangssubstanz für die Ozonerzeugung, sondern auch als "Ozonlösungsmittel" im Bereich 0,05 bis maximal 5 Vol.% Ozon. Dies entspricht dem in der Praxis angewandten Konzentrationsbereich von 1-100µg/ml Ozon. Im Gegensatz zum technischen Ozon wird das in der Medizin gebräuchliche aus reinem medizinischen Sauerstoff auf dem Weg der stillen elektrischen Entladung in völliger Abwesenheit von Stickstoff (wegen der Gefahr der Bildung von Stickoxiden) hergestellt. Mit einer Halbwertszeit von 55 min muss das medizinische Ozon jeweils am Ort der Verwendung hergestellt und seiner Applikation zugeführt werden. Aufgrund einer starken Absorptionsbande im nahen Ultraviolettbereich mit einem Maximum bei 254 nm kann mit fotometrischen Mitteln eine sehr genaue Konzentrationsbestimmung des Ozons erfolgen. Damit ist eine sichere therapeutische Handhabung gewährleistet. Ozon ist in erster Linie ein starkes Oxidationsmittel. Die damit verbundene keimtötende Wirkung nutzt man vor allen Dingen bei den lokalen Behandlungen. Bei niedrigeren Ozonkonzentrationen (systemische Behandlung) stehen restituierende Wirkungen (Verbesserung der peripheren Sauerstoffversorgung, Aktivierung des Immunsystems) im Vordergrund.

Systematische Ozontherapie

Die systemische Ozontherapie arbeitet grundsätzlich mit niedrigen Ozonkonzentrationen. Es erfolgt zunächst eine Blutentnahme, danach die definierte Anreicherung des Blutes mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch und schließlich die Rückführung des behandelten Blutes in den Körper. Die systemische Ozontherapie kann in 2 verschiedenen Formen durchgeführt werden:

Ozon-Therapie
  • kleine Ozon-Eigenblutbehandlung (KEB)
  • große Ozon-Eigenblutbehandlung (GEB)

Die Entscheidung, ob KEB oder GEB zum Einsatz kommen, ist abhängig von der Erkrankung.

Die kleine Ozon-Eigenblutbehandlung

Hier wird nur eine kleine Menge (2-4 ml) Blut entnommen, mit Ozon angereichert (2-6%) und danach mittels intramuskulärer Injektion zurückgeführt. Die exakten Behandlungsparameter sind abhängig vom Krankheitsbild. Eingesetzt wird die KEB in ihrer Haupteigenschaft als unspezifische Reiztherapie vor allem bei:

  • Akne vulgaris (Sekretion)
  • Allergien (besonders Haut, Schleimhäute)
  • Asthma bronchiale
  • Colitis mucosa
  • Dickdarmentschlackung
  • Durchblutungsstörungen
  • Furunkulose
  • Krebsbehandlungen zur Immunaktivierung
  • Lebererkrankungen, Leberentgiftung, Parenchymstimulation
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Viruserkrankungen

Die große Ozon-Eigenblutbehandlung

Ozon-Therapie

Bei der GEB werden dem Patienten etwa 100 ml Blut aus der Vene entnommen und nach der extrakorporalen Ozonanreicherung reinfundiert. Während der Anreicherung durchperlt ein exakt in seiner Konzentration eingestelltes Ozon-Sauerstoff-Gemisch das Blut, wobei das Ozon in Sekundenschnelle reagiert, während sich der Sauerstoff über dem Blut ansammelt. Während der Retransfusion gelangen keine O2- bzw. O3-Moleküle in die Blutbahn, sondern nur die Reaktionsprodukte zwischen Ozon und den zellulären Blutbestandteilen, die nun im Körper ihre therapeutische Wirkung entfalten. Zu dieser Therapie gibt es Erfahrungen aus vielen tausend erfolgreichen Behandlungen, und durch moderne Technik und strenge Qualitätssicherungsvorschriften ist das Behandlungsrisiko außerordentlich gering. Vor allem bei den folgenden Beschwerdekomplexen wird die große Ozon-Eigenblutbehandlung eingesetzt:

  • Durchblutungsstörungen (z. B. peripher arteriell, zerebral, des Auges [Retinopathien], des Innenohrs [Hörsturz, Tinnitus])
  • virale Erkrankungen (z. B. Hepatitis B und C, Herpes simplex, Zoster)
  • Immunschwäche
  • Migräne, Schwindel, Schlafstörungen
  • Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße (Herzschmerzen bei Ruhe oder Belastung)
  • Blutfettwerte und/oder Harnsäurespiegel zu hoch
  • zu langsame Erholung nach schwerer Krankheit
  • Einsatz als komplementäre Therapie in Geriatrie, Umweltmedizin u. Onkologie
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Allround-Vorsorge bei vielen weiteren Erkrankungen

Allgemeine Hinweise zur Therapie

Mit steigender Lebenserwartung nehmen Gewebeänderungen, schlechtere Sauerstoffaufnahme über die Lunge, körperliche Abwehrschwäche und Krebserkrankungen deutlich zu. Dem kann die Ozontherapie in vielfacher Hinsicht entgegen wirken. Die positiven Wirkungen können sich umso besser entfalten und zur Heilung führen, je früher mit der Therapie begonnen wird. Pro Therapie sind in der Regel 8 bis 10 Einzelbehandlungen erforderlich. Die Behandlung dauert etwa 30 Minuten und wird nach Terminabsprache durchgeführt. In einer Voruntersuchung zu Beginn der Therapie wird das genaue Prozedere in Abhängigkeit von der Indikationsstellung individuell festgelegt. Dies betrifft insbesondere die Entscheidung, ob die kleine oder die große Ozon-Eigenblutbehandlung erforderlich ist, die Gesamtzahl der Behandlungen und ihr Behandlungsintervall, die extrakorporal zu behandelnde Blutmenge und die zum Einsatz kommende Ozonkonzentration.

Denken Sie daran: Seit 40 Jahren wird die Ozontherapie weltweit mit großem Erfolg durchgeführt. Die angenehme Wirkung der Therapie wird bereits nach wenigen Anwendungen erlebt.



 
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